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Kunstwettbewerb

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Kunstvilla im KunstKulturQuartier

Blumenstraße 17

Die 2014 als Museum für regionale Kunst eröffnete Kunstvilla ist ein einzigartiges Baudenkmal des Historismus. Die Villa legt Zeugnis für die einst herrschaftliche Bebauung der Ende des 19. Jahrhunderts als gehobenes Wohnviertel erschlossenen Marienvorstadt ab, in der sie heute als Solitär nahe der Wöhrder Wiese steht. Erbaut 1895 als repräsentativer Wohnsitz der Familie des jüdischen Hopfenhändlers und Bankiers Emil Hopf (1860 – 1920) zeigt die Nutzungsgeschichte der Villa zugleich die vielfachen Brüche des 20. Jahrhunderts und spiegelt ein Stück Nürnberger Stadthistorie.

Entworfen von dem Frankfurter Villenarchitekten Heinrich Theodor Schmidt, der u.a. auch für Schloss Lieser an der Mosel verantwort-lich zeichnete, überstand die Villa zwar den Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs im Außenbau fast unverändert, jedoch sorgten im Inneren vielfache Umnutzungen für große Beschädigungen an der Bausubstanz. Bereits 1920 wurde die Villa zum Bürogebäude der bis heute bestehenden Gesellschaft für Elektrometallurgie im Besitz des Berliner Unternehmerehepaars Margarete und Paul Grünfeld umgestaltet. Aufgrund des jüdischen Besitzes entzogen, residierte ab 1935 das städtische Straßen- und Flussbauamt in den Räumen. In den letzten Kriegsjahren wurde die Villa als sogenanntes Judenhaus genutzt, in der jüdische Familien vor ihrer Deportation zusammengezogen wurden. 1951 wurde die Villa an Margarete Grünfeld restituiert, die sie an das Pressehaus Nürnberg veräußerte. Bereits in den direkten Nachkriegsjahren zum Bordell degradiert, zog in den 1960er Jahren das Hotel Blumenhof ein. Die Räume wurden parzelliert, Nasszellen in die historischen Böden gesetzt. Weitere Zerstörungen folgten.

Mit der 2006 erfolgten Schenkung der Villa durch den Verleger Bruno Schnell an die Stadt Nürnberg wurde die Villa aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Der ab 2011 erfolgte Umbau zum Kunstmuseum hatte zum Ziel, den historischen Grundriss wieder herzustellen und die wertvollen Oberflächen zu restaurieren.

Entstanden ist ein bauliches Juwel, das seit 2014 auf 600 qm Ausstellungsfläche Kunst aus und in Nürnberg beherbergt und aufgrund seiner baulichen Substanz zu den attraktivsten Kunstorten Nürnbergs zählt.
 
Hof Ost: 360 cm (Breite) x 800 cm (Länge) x 600 cm (Höhe).
Hof West: 420 cm (Breite) x 1260 cm (Länge) x 300 cm (Höhe bis Glasdach).
Stromversorgung: in beiden Höfen CEE 16 A, Schuko-Ansschluss
Eigentümer: Stadt Nürnberg / KunstKulturQuartier

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Aufsicht der Kunstvilla als PDF herunterladen

Grundriss der Kunstvilla als PDF herunterladen